Favazzina: ein kleiner Küstenort zwischen Scilla und Bagnara
Favazzina ist ein kleiner Küstenort der Gemeinde Scilla, eingezwängt zwischen Tyrrhenischer Bahnlinie, Hängen und Kiesstrand. Sein Reiz liegt in der überschaubaren Größe: wenige Straßen, das Meer direkt davor und ein Bahnhof, der bei passendem Fahrplan eine Anreise ohne Auto ermöglicht. Favazzina ist nicht der Ausgangspunkt des Tracciolino-Wegs, und Cala Janculla liegt nicht hier: Der Weg verläuft weiter nördlich zwischen Palmi, Seminara und Bagnara, Favazzina dagegen am Abschnitt Scilla–Bagnara. Man sollte den Ort daher so sehen, wie er ist: ein einfacher Platz für einen Strandtag, mit mehr Angeboten im Sommer und guter Lage für Ausflüge nach Scilla und Bagnara.
Strand und Meer von Favazzina
Der Strand von Favazzina besteht aus hellem Kies und glatten Kieselsteinen, mit einigen Abschnitten aus grobem Sand und herausragenden Felsen, die das Wasser rasch tief werden lassen. Es ist der richtige Ort für alle, die klares und wenig besuchtes Wasser suchen: Das durchsichtige Meer gibt die Steine noch in mehreren Metern Tiefe preis, ideal zum Schwimmen und Schnorcheln zwischen den Felsen. Die Küste ist hier nach Westen ausgerichtet, daher enden die Tage mit Sonnenuntergängen, die das Meer in die für die Costa Viola typischen violetten Reflexe tauchen. Keine großen Strandanlagen, kein Nachtleben: nur ein paar Bars, das Rauschen der Wellen auf dem Kies und der Schatten des Viadukts über der Bucht. Eine echte Atmosphäre, perfekt für einen erholsamen Tag fern vom Massentourismus.
Der Ort zwischen Strand, Bahn und Hängen
In Favazzina liegt alles nah beieinander, doch nicht alles ist jederzeit verfügbar. Der Strand besteht aus Kies und Steinen, der Grund fällt relativ schnell ab, und bei bewegter See ist beim Einstieg Vorsicht nötig. Die Bahn führt durch den Ort; der Bahnhof ist praktisch, aber nicht jeder Zug hält. Prüfen Sie den Fahrplan für den konkreten Tag einschließlich der Rückfahrt. Cafés, Gastronomie, Verleih und Parkmöglichkeiten unterscheiden sich stark zwischen Hochsommer und übriger Zeit. Außerhalb der Saison sollten Wasser und Tagesbedarf mitgebracht werden.
Anreise nach Favazzina
Mit dem Auto fährt man über die Autobahn A2 „del Mediterraneo“ (Salerno–Reggio Calabria), genau jene, die das Gebiet auf dem imposanten Schrägseilviadukt überquert, dem wahren Wahrzeichen von Favazzina: Die günstigsten Ausfahrten sind Scilla und Bagnara, von denen man entlang der Staatsstraße zum Ort hinabfährt. Mit dem Zug hat Favazzina einen kleinen Bahnhof an der Tyrrhenischen Linie, einen Halt der Regionalzüge, praktisch für die Anreise ohne Auto, von dem der Strand in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar ist. Die nächsten Flughäfen sind Reggio Calabria (ca. 30 km) und Lamezia Terme (ca. 100 km). Da es ein kleiner Ort ist, kommt man in der Hochsaison am besten früh an, parkt achtsam auf den erlaubten Flächen und geht dann zu Fuß weiter.
Was sich verbinden lässt, ohne Orte zu verwechseln
Favazzina eignet sich als kurzer Halt zwischen Scilla und Bagnara. Scilla bietet Chianalea, Marina Grande und Castello Ruffo; Bagnara eine breitere Uferpromenade, Schwertfischtradition und Torrone di Bagnara IGP. Tracciolino-Weg und Cala Janculla gehören dagegen zum nördlicheren Abschnitt zwischen Palmi, Seminara und Bagnara und sind keine Ausflüge ab Favazzina. Ohne Auto sollte der Tag nach den Bahnzeiten geplant und auf ein oder zwei Stopps begrenzt werden. Die Küstenstraße ist mit dem Auto schön, verlangt aber Aufmerksamkeit bei Kurven, Fahrzeiten und Sommerparkplätzen.