Bars, Cafés und Konditoreien in Cittanova: Frühstück, Eis und die Villa Comunale
Cittanova liegt im Hinterland der Piana di Gioia Tauro, an den Hängen des Aspromonte: im 17. Jahrhundert als Casalnuovo gegründet und 1852 in Cittanova umbenannt, bewahrt es einen historischen Kern mit strahlenförmigem Grundriss rund um den Hauptplatz. Das Barleben folgt dieser Geometrie — man dreht seine Runden um die Piazza — und hat einen zweiten Mittelpunkt in der Villa Comunale, dem botanischen Garten vom Ende des 19. Jahrhunderts, dem eigentlichen Freiluftsalon des Ortes. Diese Seite versammelt Bars, Cafés, Konditoreien und Eisdielen im Zentrum und an den Straßen Richtung Taurianova, Polistena und in die übrige Piana.
Die Auswahl wird aus den auf dem Portal veröffentlichten Einträgen gespeist: Es können neue Lokale hinzukommen, während Öffnungszeiten, Führung und Angebot sich mit der Zeit ändern. Der Text bleibt deshalb thematisch und hilft, nach Viertel und Tageszeit zu wählen — vom ersten Kaffee bis zum Aperitivo. Für tatsächliche Öffnungszeiten, Kontakte, Außenplätze und Barrierefreiheit lohnt sich immer der Blick in den einzelnen Eintrag.
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Frühstück in der Bar rund um die Piazza
Das Zentrum von Cittanova öffnet sich sternförmig um den Hauptplatz, und der Tag in der Bar folgt diesem Grundriss: Man kommt auf die Piazza, nimmt den Kaffee am Tresen mit einem Cornetto oder einem Stück Gebäck und zieht weiter. Ein rasches Frühstück im Stehen, das in Cittanova nie zum Ritual am Tisch geworden ist.
Die erste Runde gehört denen, die zur Arbeit fahren und die Kinder zur Schule bringen; die zweite kommt am Vormittag, wenn Büros und Geschäfte im Zentrum Pause machen. Ab Mai weicht der Cappuccino der Granita mit Brioche — Kaffee, Mandel, Zitrone, Maulbeere —, die hier, wo der Sommer der trockene des Hinterlands ist, als Frühstück wie als Nachmittagsimbiss funktioniert.
Konditoreien und Festtagsgebäck
Die Konditoreien von Cittanova arbeiten nach dem Kalender: zu Ostern die Cuzzupe aus Mürbeteig mit eingebackenem Ei, die jede Familie bestellt oder selbst backt; zu Weihnachten die Petrali mit Trockenfeigen, Walnüssen und eingekochtem Most, dazu Nacatole und die gewürzten Susumelle. Den Rest des Jahres bleiben die Klassiker der Theke: Cannoli, Mandelgebäck, Windbeutel und Torten auf Bestellung für Geburtstage, Kommunionen und Taufen.
Neben den Konditoreien arbeiten die Bäckereien, die den alltäglichen Teil des Süßen abdecken — Tunkgebäck, Kringel, Frühstücksteilchen. Dazu kommt das Sonntagstablett mit Feingebäck, eine in ganz Kalabrien verwurzelte Gewohnheit: Man geht vor dem Mittagessen hin und wählt an der Theke Stück für Stück, oft auf demselben Spaziergang, der zur Piazza führt.
Die Villa Comunale: Eis, Schatten und Spaziergang
Die Villa Comunale «Carlo Ruggiero» ist der eigentliche Freiluftsalon von Cittanova: ein botanischer Garten von rund zweieinhalb Hektar, den Ende des 19. Jahrhunderts der damalige Bürgermeister Carlo Ruggiero nach einem Entwurf des Schweizer Ingenieur-Agronomen Enrico Fehr anlegen ließ. Der englische Garten hat einen dreieckigen Grundriss, zwei sich zu einem X kreuzende Alleen und einen monumentalen Brunnen in der Mitte; er beherbergt botanisch weit voneinander entfernte Arten — darunter eine fünfunddreißig Meter hohe Weymouth-Kiefer, verzeichnet unter den Großen Bäumen des Aspromonte.
Für die Bars des Ortes zählt das viel, denn die Villa ist das Ziel des Spaziergangs: Man kommt mit dem Eis in der Hand an, hält in den heißen Stunden im Schatten inne, verabredet sich dort am späten Nachmittag. Deshalb laufen die Eisdielen und Cafés des Zentrums auch außerhalb der klassischen Essenszeiten gut, besonders ab dem Frühling.
Sommer in den Hügeln: Granita, Eis und die Fahrt zum Zomaro
In Cittanova mildert kein Meer die Hitze, und der Sommer im Hinterland hat seinen eigenen Rhythmus: Man ist früh am Morgen und ab dem späten Nachmittag draußen, während die Mittagsstunden im Schatten verbracht werden — oft unter den Bäumen der Villa. Die Bars folgen diesem Takt, und die Granita mit Brioche oder ein Eis werden zur natürlichsten Pause des Nachmittags.
Dazu kommt die Karte, die Cittanova ausspielen kann und andere Orte der Piana nicht: der Zomaro, jene Örtlichkeit des Aspromonte auf rund tausend Metern, etwa fünfzehn Straßenkilometer über dem Ort, im Nationalpark gelegen. Wenn unten die Luft steht, fährt man zur Abkühlung hinauf. Im Ort bleibt die Gewohnheit die des Tresens: kalter Kaffee, Granita, Eis zum Gehen — und am Abend ein Zentrum, das wieder auflebt.
Herzhaftes an der Bar, warme Theke und schnelle Pausen
In kalabrischen Bars zählt das Herzhafte so viel wie das Süße. Hinter der Vitrine liegen Arancini, Panzerotti, kleine Pizzen, Rustici, gefüllte Pitte und belegte Brötchen mit lokaler Wurst und Käse: die Formel für die schnelle Mittagspause — für alle, die im Zentrum arbeiten, die nur eine Stunde zwischen zwei Terminen haben oder die auf dem Weg woandershin in der Piana durch Cittanova kommen.
Es ist auch die praktischste Art, etwas nach Hause mitzunehmen, ohne zu kochen, oder eine Jause für die Villa zusammenzustellen. Der Umschlag ist zwischen zwölf und zwei am höchsten: Wer in Ruhe wählen will, kommt früher.
Familien, Gruppen, Zöliakie und Unverträglichkeiten
Eine Bar wählt man auch danach, wer mitkommt. Mit Kindern hat Cittanova einen klaren Vorteil: Die Villa Comunale bietet Platz, Schatten und Wege, auf denen sie sich bewegen können, und die Lokale in der Nähe werden zur bequemsten Wahl. Eine Gruppe braucht Tische und eine Theke, die zügig abarbeitet; wer arbeitet, sucht verlässliche Zeiten und einen Ort für wenige Minuten.
Für Menschen mit Zöliakie oder Laktoseintoleranz sowie für Vegetarier und Veganer reicht dieser Text nicht: Das Angebot an glutenfreien oder laktosefreien Produkten unterscheidet sich von Lokal zu Lokal und ändert sich mit der Zeit. Öffnen Sie den Eintrag der Bar oder Konditorei, lesen Sie die angegebenen Spezialitäten und rufen Sie vorher an — besonders, wenn Sie eine Torte oder ein Tablett für einen Anlass bestellen möchten.
Häufige Fragen
Wo liegen die Bars und Konditoreien in Cittanova?
Die größte Dichte liegt rund um den Hauptplatz und entlang der Straßen, die von dort sternförmig ausgehen, wo Bars neben Geschäften und Büros stehen. Ein zweiter Schwerpunkt ist die Gegend um die Villa Comunale, Ziel von Spaziergang und Eis. Weitere Lokale liegen an den Ausfallstraßen Richtung Taurianova und Polistena.
Was ist die Villa Comunale von Cittanova?
Es ist der botanische Garten des Ortes, benannt nach Carlo Ruggiero, dem Bürgermeister, der ihn Ende des 19. Jahrhunderts nach einem Entwurf des Schweizer Ingenieur-Agronomen Enrico Fehr anlegen ließ. Er umfasst rund zweieinhalb Hektar: ein englischer Garten mit dreieckigem Grundriss, durchzogen von zwei Alleen, die sich zu einem X kreuzen, mit einem monumentalen Brunnen in der Mitte, wo botanisch weit voneinander entfernte Arten nebeneinander wachsen — darunter eine fünfunddreißig Meter hohe Weymouth-Kiefer, verzeichnet unter den Großen Bäumen des Aspromonte. Hier enden Nachmittagsspaziergang und Eis.
Welche Süßigkeit sollte man in Cittanova probieren?
Man folgt am besten dem Kalender, denn die Konditorei des kalabrischen Hinterlands hängt an den Festtagen: Cuzzupe aus Mürbeteig mit Ei zu Ostern, Petrali mit Trockenfeigen und Walnüssen, Nacatole und Susumelle zu Weihnachten. Das ganze Jahr über bleiben Mandelgebäck und Cannoli an der Theke; im Sommer Granita mit Brioche und Eis, das man hier auf dem Weg zur Villa isst.
Wohin fährt man von Cittanova im Sommer für kühle Luft?
Zum Zomaro, jener Örtlichkeit des Aspromonte auf rund tausend Metern, die zum Gemeindegebiet gehört und im Nationalpark liegt: etwa fünfzehn Straßenkilometer vom Zentrum. Das ist das klassische Ziel, wenn im Ort die Hitze des Hinterlands spürbar wird. Unten dagegen bewältigt man den Sommer am Tresen der Bar: Granita, kalter Kaffee und Eis in den Mittagsstunden — und ein Zentrum, das sich am Abend wieder füllt.
Geprüft am 17.8.2026 · kuratiert von Francesco De Giorgio